Sicherheitsrisiko: Reifen mit Felgenwulst in Verbindung mit Radkappen
Die Verwendung felgengroßer Radkappen in Verbindung mit Felgenschutzwulst-Reifen stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Darauf weist das Kraftfahrt-Bundesamt im Oktober 2003 hin.

Leichtmetallräder werden beim Überfahren von Hindernissen, wie Bordsteinen, leichter beschädigt als Stahlräder. Das liegt an der geringeren Materialfestigkeit. Die Reifenindustrie entwickelte den "Felgenschutzwulst" (auch Felgenschutzrippe, Felgenleiste oder Scheuerleiste genannt), um gezielt Leichtmetallräder gegen mechanische Beschädigungen zu schützen.

Benutzt man mit Felgenschutzwulst ausgestattete Reifen und felgengroße Radkappen (Radzierringe oder -blenden), kann es gefährlich werden. Die Verwendung solcher Radkappen auf Reifen mit Schutzwulst könnte Beschädigungen des Reifenfüllventils hervorrufen und zu schlagartigem Luftdruckverlust während der Fahrt führen. Wenn der Schutzwulst mit der Radkappe in Berühung kommt, führt das zur Verdrehung der Radkappe. In der Folge scheuert die Radkappe am Füllventil, das Ventil knickt ein, wird beschädigt oder reißt schlimmstenfalls ganz ab. Dieser Schadenshergang kann bereits bei kürzeren Fahrtstrecken ablaufen und ist somit auch durch Kontrolle der Räder vor Fahrtantritt nicht sicher abzuwenden.

Quelle: Prävention-online/KBA

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